Sprache der Logistik
Jede Branche besitzt ihre eigene Sprache. So auch die Logistik. Ob Stauplan oder Huckepackverkehr – hier finden Sie die wichtigsten Begriffe kurz und bündig erklärt.
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ABC-Analyse
Bei der ABC-Analyse werden zu beschaffende oder produzierte Artikel und Güter nach Ihrer wirtschaftlichen Bedeutung strukturiert. Diese standardisierte Artikelklassifizierung findet sowohl im Einkaufs- und Lagerbereich, als auch in der Produktion sowie im Verkauf und Marketing Anwendung. A-Teile haben hierbei in der Regel einen hohen Wert (ca. 80 % des Gesamtwertes) bei nur einem 20%-igen Mengenanteil am Gesamtartikelspektrum
Auflieger
Auflieger oder auch Sattelauflieger sind Anhänger, die mit einem Teil ihres Gewichtes auf der Achse einer Sattelzugmaschine liegen. Standardauflieger mit deutscher Zulassung haben innen eine Länge von 13,52 Metern und eine Breite von 2,48 Metern.
Abholdatum/ Abholzeit
Das Abholdatum/ die Abholzeit beschreibt einen vom Versender vorgegebener Termin/Zeit, an dem/der die Abholung/Verladung erfolgen soll.
Abladestelle
Als Abladestelle bezeichnet man ein Tor oder eine Rampe beim Empfänger, wo die Güter angeliefert werden sollen.
Absender
Der Absender ist der direkte Auftraggeber des Frachtführers.
ADR
Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route:
Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Der ADR gilt auch für Gefahrguttransporte auf innerdeutschen Straßen.
ADSp
Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen:
Sie stellen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen als Vertragsgrundlage für alle Verkehrsverträge mit Spediteuren dar. Als Verkehrsverträge gelten Speditionsverträge, Frachtverträge, Lagerverträge und Verträge über sonstige Geschäfte wie z.B. logistische Dienstleistungen.
Anlieferdatum/ -zeit
Das Anlieferdatum/ die Anlieferzeit benennt das Datum/ die Zeit an dem die Anlieferung erfolgt ist.
Artikel
Der Begriff Artikel definiert die Warenmenge, der eine eindeutige Identifizierungsnummer (z.B. Artikel-, Teile-, Sachnummer) zugeordnet ist.
Äußere Verpackung
Die äußere Verpackung fasst die Liefereinheit mit Hilfe von Verpackungsmaterial zusammen.
Balanced Scorecard
Konzept Managementmethode, wonach in einer Analyse und Bewertung eines Unternehmens ein Gleichgewicht der strategischen Zielrichtung mit den Leistungsdaten erzielt werden soll. Methode fand in letzter Zeit auch Einzug im Logistik-Controlling bzw. Supply-Chain-Management.
Barcode
Maschinenlesbare Kennzeichnung (Strichcode) von Sendungen und Packstücken zum Zweck der Identifikation und Sendungsverfolgung. Gängige Barcodes sind der EAN-Code und der NVE-Code.
Beförderungsarten (ADR/GGVSE)
1. Lose Schüttung:
Feste Stoffe werden ohne Verpackung transportiert (Silofahrzeug, Schüttgut in Container)
2. Stückgut:
Versandfertig verpackte Güter (Versandstücke) werden befördert
3. Tanks:
Behältnisse mit einem Fassungsraum von mehr als einem Kubikmeter kommen bei der Beförderung zum Einsatz
Behälter
Als Behälter bezeichnet man eine feste Verpackung zum Befüllen, z.B. KLT, Gitterbox.
Beiladespediteur
Vom Beiladespediteur gesammelte Güter werden dem Sammelgutverkehr eines anderen Spediteurs zugeführt.
Beipack
Zu einer Liefereinheit mit einer Sachnummer wird ein weiterer Artikel (Musterteil, Teile in Plastiktüte) beigepackt.
Beladeliste
Eine Beladeliste ist eine Anweisung an den Belader der Transporteinheit, um eine Optimierung des Laderaums zu erreichen und den Anforderungen gemäß Packrichtlinien und Ladungssicherung zu entsprechen.
Beschaffung
Unter Beschaffung versteht man alle Aktivitäten, welche die Versorgung mit den für die betriebliche Leistungserstellung notwendigen Wirtschaftsgütern, Dienst- und Arbeitsleistungen, Finanzmitteln, Rechten und Informationen aus den Beschaffungsmärkten sicherstellen.
Beschaffungslogistik
Als Beschaffungslogistik definiert man alle logistischen Aktivitäten im Rahmen der Beschaffung. Dazu gehören die Planung, Durchführung und Kontrolle der logistischen Tätigkeiten beim Warenzulauf, bei der Lagerung und Bereitstellung.
Bestimmungsort
Der Bestimmungsort ist eine zusätzliche Ortsangabe zu dem in den Transportpapieren benannten Empfänger, an der die Güter abzuladen sind, z.B. Zweigstelle oder Logistik-Dienstleister des Empfängers.
CMR
Convention relative au contract de transport international de Marchandises par Route:
Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr. Der CMR gilt für fast alle grenzüberschreitenden Güterbeförderungen auf europäischen Straßen.
Container
Container sind genormte Transportbehälter, die auf allen Transportmitteln einsetzbar sind. Sie schaffen somit die Voraussetzungen für kombinierten oder multimodalen Verkehr.
Containertypen
Es gibt unterschiedliche Containertypen.
Hier einige Beispiele:
- Standard-Container 20 '', Standard--Container 40 ''
- High Cube-Container, Hardtop-Container
- Open Top-Container, ventilierter Container
- Isolier-Container, Kühl-Container
- Bulk-Container, Tank-Container, Flat, Platform
Datenfernübertragung (DFÜ)
DFÜ oder auch EDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet den elektronischen Austausch von strukturierten Nachrichten von Computer zu Computer. Die übermittelten Daten können am Computer z.T. automatisiert weiterverarbeitet werden.
DFÜ-Warenbegleitschein (VDA-4912)
Standardlieferschein auf Papier für Ware einer Sendung, die per DFÜ avisiert wurde. Kann als Erfassungsbeleg verwendet werden, wenn die Transportdaten nicht übermittelt werden konnten.
Direktladung
Eine Direktladung stellt die Gütermenge eines Direkttransports dar.
Direkttransport
Direkter Transport von einem oder mehreren Verladern zu einem Empfänger ohne Umschlag der Güter beim Spediteur.
Distributionsstruktur
Die Distributionsstruktur legt fest, aus wie vielen und welchen Lagerstufen (vertikale Distributionsstruktur) ein Warenverteilsystem zusammengesetzt wird, und wie viele Lager auf den jeweiligen Stufen eingerichtet werden (horizontale Distributionsstruktur) sowie welchen Absatzgebieten die einzelnen Lager zugeordnet sind.
EAN-Code
Europäische - Artikel - Nummerierung:
Barcode, der von Industrie- und Handel zur Kennzeichnung von Produkten verwendet wird, um die Warenwirtschaft zu erleichtern.
E-Business (Electronic Business)
E-Business ist ein Oberbegriff für die Abwicklung und Anbahnung von Geschäften auf elektronischem Wege. Dies bedingt die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wie z.B. Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Controlling. Eine Ausprägung von E-Business stellt E-Commerce dar.
E-Commerce (Electronic Commerce)
Elektronischer Handel. Stellt einen Teilbereich des E-Business dar und bezeichnet den Handel mit gewerblichen und privaten Kunden via Internet.
EDI
EDI (Electronic Data Interchange) oder DFÜ (Datenfernübertragung) bezeichnet den elektronischen Austausch von strukturierten Nachrichten von Computer zu Computer. Die übermittelten Daten können am Computer z.T. automatisiert weiterverarbeitet werden.
EDIFACT
Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport:
Standard zur Verarbeitung von DFÜ-Daten.
Efficient Consumer Response (ECR)
Digitale Geschäftsstrategie, bei der Informationen über Laden- und Lagerbestände sowie Abverkaufsdaten eines Händlers mit den Informationen über Transportkapazität, Distributionszentren und Lieferwegen eines Logistikdienstleisters sowie Daten über Produktionskapazität, Lieferzeiten und Produktinformationen eines Herstellers integriert werden. Ziel ist es, über die gesamte Logistikkette die Lagerhaltung und die Lieferzeiten zu minimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
Electronic Tracking
Electronic Tracking bezeichnet logistische Rückverfolgungssysteme. Verschickte Waren werden an verschiedenen Punkten des Lieferweges mittels einer Rückmeldung elektronisch quittiert. Der Kunde kann i.d.R. auf der Web-Seite (Internet, Intranet) kontrollieren, wo sich seine Bestellung gerade befindet.
Empfänger
Ein Empfänger ist eine Person oder Firma, die im Speditionsauftrag oder im Transportdokument genannt ist, an welche Güter auszuliefern sind.
Empfangsspediteur
Der Empfangsspediteur übernimmt die Sammelladung von einem Versandspediteur und stellt die Einzelsendungen den Empfängern zu.
Empfangsspediteur
Der Empfangsspediteur übernimmt die Sammelladung von einem Versandspediteur und stellt die Einzelsendungen den Empfängern zu.
E-Procurement (Electronic Procurement)
Elektronisches Beschaffungswesen. Die Prozesse des Beschaffungsmarketings werden auf Basis/ mit Hilfe von EDV-Systemen abgewickelt.
ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning)
ERP-Systeme sind Softwarelösungen mit dem Schwerpunkt zur Abwicklung des internen betrieblichen Ablaufs (Warenwirtschaft, Lagerhaltung, Produktionsplanung, Finanzbuchhaltung, Personal), beispielsweise betriebswirtschaftliche Standard-Softwarepakete wie SAP R/3, Oracle Applications oder Peoplesoft.
Expressdienst
Ein Expressdienst besorgt eine schnelle Beförderung von Gütern, meist in einem separaten Transportverbund (Transportnetz).
Fracht
Als Fracht bezeichnet man den Preis für die Beförderung von Gütern.
Frachtbrief
Der Frachtbrief ist ein Dokument über den Abschluss eines Frachtvertrages zwischen Absender und Frachtführer. Der Frachtbrief ist Begleitpapier eines Transports und Beweisurkunde für die Beförderung und für die Klageberechtigung.
Frachtführer
Der Frachtführer führt den Transport von Gütern zu Land, zu Wasser und in der Luft durch.
Frachtvertrag
Gegenstand eines Frachtvertrages sind die Übernahme, der Transport und die Auslieferung der zu befördernden Güter an den Empfänger gegen Zahlung des Beförderungspreises.
Freie Klasse
Ist ein gefährlicher Stoff/Gegenstand aufgrund seiner Eigenschaften einer freien (Gefahrgut-) Klasse zuzuordnen (z.B. weil er in den Gefahrgutvorschriften namentlich erwähnt wird oder weil er zu einer Sammelbezeichnung passt), darf er auch nach den Gefahrgutbestimmungen befördert werden.
Fuhrunternehmer
Fuhrunternehmer werden als Frachtführer zur Durchführung von Transporten eingesetzt.
Gebietsspediteur
Ein Gebietsspediteur führt für seinen Auftraggeber alle Güterversendungen aus bzw. in einem definierten Gebiet durch.
Gebinde
Ein Gebinde stellt die Art der Ladeeinheit-Sicherung dar. Packstücke werden z.B. auf einer Palette mit Bänderungen versehen.
Gefahrgutklasse
Die Gefahrgutklassen bezeichnen die Einteilung von Gefahrgütern nach grundlegenden Eigenschaften (z.B. entzündlich, gasförmig, giftig, etc.)
Gefahrzettel
Gefahrzettel dienen der Kennzeichnung des Gefahrgutes nach Klassen. Einheitliche Gefahrsymbole signalisieren die Hauptgefahr, die von einem Gut ausgeht.
Gut, Güter
Als Güter werden bewegliche Sachen bezeichnet, die versendet oder befördert werden.
Güterverkehrszentrum (GVZ)
GVZ sind Standortgemeinschaften von unabhängigen Logistikdienstleistern in verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebieten. Aufgabe eines GVZ ist der Umschlag zur Bildung durchgängiger Transportketten, insbesondere im Kombinierten Ladungsverkehr (KLV). Die Verkehrsanbindung ist i.d.R. durch Autobahn und Eisenbahn gewährleistet, oft auch Anbindung an das Binnenschifffahrtsnetz gegeben.
Hauptlauf
Als Hauptlauf bezeichnet man den Transport von Sammelladungen vom Versandspediteur zum Empfangsspediteur bzw. vom Gebietsspediteur zu einem in der Nähe des Herstellers lokalisierten Logistikdienstleister.
Hauptspediteur
Der Hauptspediteur übernimmt den Transportauftrag von seinem Auftraggeber und trifft alle für die gesamte Abwicklung erforderlichen Maßnahmen.
Hilfspackmittel
Als Hilfspackmittel bezeichnet man eine Mehrwegzusatzverpackung mit spezifischer Bezeichnung (z.B. Inlets, KLT-Abdeckungen).
Huckepackverkehr
Ein Frachtführer befördert unter der Verwendung eines anderen Beförderungsmittel für sein Fahrzeug mit Ladung (z.B. Lkw auf Bahnwaggon).
IATA
International Air Transport Association:
Die IATA stellt einen Zusammenschluss fast aller nationalen und internationalen Fluggesellschaften dar. Die wichtigsten Aufgaben der IATA sind:
- Festsetzung einheitlicher Tarife und Beförderungsbedingungen
- Vereinheitlichung der Dokumente
- Entwicklung von Richtlinien für die Zulassung von IATA-Agenten
Weitere Infos erhalten Sie auf der
IATA-Homepage ...
ICAO
International Civil Aviation Organization:
Interorganisation der UNO, in welche sich Luftverkehr betreibende Staaten zusammengeschlossen haben. Vorrangige Aufgaben der ICAO sind die Förderung der Zivilluftfahrt, die Entwicklung von Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr und die Abstimmung der Interessen der beteiligten Länder.
Weitere Infos erhalten Sie auf der
ICAO-Homepage ...
IMDG-Code
International Maritime Dangerous Goods-Code:
Zusammenfassung und Vereinheitlichung von internationalen Gefahrgutvorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen (Seeverkehr). In Deutschland ist der IMDG-Code in Form der Gefahrgutverordnung See in nationales Recht aufgenommen worden.
Incoterms (International commercial terms)
Die Incoterms sind Regeln, die im internationalen Handel die Verteilung der Transportkosten sowie den Gefahrenübergang festlegen.
Man unterscheidet die sogenannten E-, F-, C- und D-Klauseln:
- 1. E-Klausel z.B. EXW (Ex Works): Bereitstellung der Ware durch den Verkäufer. Der Käufer hat die Ausfuhrformalitäten und den Transport zu organisieren. Die Transportkosten sind vom Käufer zu tragen
- 2. F-Klauseln z.B. FOB (Free on board): Der Verkäufer hat die Ware an einem vom Käufer benannten Ort and den Frachtführer zu übergeben (F-Klauseln meist bei Seetransporten)
- 3. C-Klauseln z.B. CFR (Cost an Freight): Der Verkäufer schließt den Beförderungsvertrag ab. Das Transportrisiko liegt beim Käufer
- 4. D-Klauseln z.B. DDP (Delivered duty paid): Der Verkäufer trägt alle Transportkosten und die Verzollungsgebühren am Bestimmungsort
Innere Verpackung
Als Innere Verpackung werden Packmittel bezeichnet, die einen direkten Kontakt zum verpackten Gut haben.
Kanban-System
Das Kanban-System wird in Produktionsbereichen zur verbrauchsgesteuerten Materialverwaltung verwendet. Durch die Weitergabe einer Anforderungskarte (japanisch "Kanban" = Karte) von der nachgelagerten Fertigungsstufe an die vorgelagerte Stufe eine Nachschublieferung ausgelöst.
KEP-Dienste
Sammelbezeichnung für Kurier-, Express- und Paketdienste. Kurierdienste befördern Dokumente, Wertsendungen und sehr eilige Sendungen durch einen Kurier, Expressdienste leisten die schnelle Beförderung von Gütern in einem eigenem Netz, Paketdienste transportieren geringgewichtige Güter bis 30 kg.
Kleingut
Als Kleingüter werden Güter im Gewicht bis 30 kg bezeichnet.
Kombinierter Verkehr
Als Kombinierten Verkehr bezeichnet man Transporte, bei denen komplette Transporteinheiten (z.B. Wechselbrücke, Container) nacheinander auf mindestens zwei unterschiedlichen Verkehrsmitteln befördert werden. Der Spediteur ist nur für die Besorgung verantwortlich.
Komplettladung
Eine Komplettladung ist die Gütermenge eines Direkttransports, die das Transportmittel komplett auslastet.
Kontraktlogistik
Der Begriff Kontraktlogistik definiert ein integriertes individualisiertes Paket von Logistikdienstleistungen eines erheblichen Auftragvolumens, das in einer längerfristig angelegten, schriftlich fixierten Vertragsbeziehung abgewickelt wird.
Kurierdienst
Im Kurierdienst werden Dokumente, Wertsendungen und sehr eilige Sendungen von einem Kurier befördert. Das Gewicht einer Kuriersendung ist eher gering (wenige kg).
Ladeeinheit
Die Ladeeinheit ist eine vom Versender gebildete Handhabungseinheit (z.B. Karton, Kiste, GLT, KLT, Mischpalette, etc.) die während des Transports nicht aufgelöst wird.
Ladehilfsmittel
Ladehilfsmittel, wie Bretter, Balken, Ketten, Spanngurte, etc. kommen zum Zweck der Ladungssicherung auf dem Verkehrsmittel zum Einsatz.
Ladeliste
Die Ladeliste ist ein Verzeichnis/eine Liste über die auf einem Transportmittel verladenen Sendungen.
Lademittel
Lademittel ermöglichen oder vereinfachen das Handling von Packmitteln. Beispiele: Paletten, GLT, Wechselbrücken, Container:
Ladungsgut
Gut größeren Umfangs (ab ca. 3 t), das aber nicht unbedingt ein ganzes Fahrzeug füllen muss, wird Ladungsgut genannt:
Lagerhaltungskostensatz
Lagerhaltungskostensatz = Lagerkostensatz + Zinssatz für Bestandshaltung
Lagerkosten gesamt x 100 / durchschnittlicher Lagerbestand
Lagernutzungsgrad Lagernutzungsgrad =
Belegte Lagerfläche x 100 / Gesamtlagerfläche
Lagerquote Lagerquote = Durchschnittlicher Lagerbestand x 100 / Umsatz p.a.
Lieferbeleg
Lieferbeleg ist ein Sammelbegriff für alle Schriftstücke, die für die Abwicklung einer Lieferung erforderlich sind Lieferbereitschaft
Lieferbereitschaft = Sofort ausgelieferte Stückzahl eines Artikels x 100 / Bedarf in Stück; Prozentsatz der sofort ab Lager lieferbaren Artikel als Teil des Gesamtbedarfs
Lieferbeschaffenheit
Die Lieferbeschaffenheit charakterisiert die Liefergenauigkeit nach Art, Menge (Quantität) und Lieferzustand (Qualität)
Liefereinheit
Die Liefereinheit ist die physische Einheit, die für einen Transport gebildet wird und während des Transportprozesses nicht aufgelöst wird:
Lieferflexibilität
Die Lieferflexibilität beschreibt die Fähigkeit zum Eingehen auf besondere Kundenwünsche:
Lieferschein
Der Lieferschein ist ein vom Lieferanten erstelltes Dokument über den Inhalt einer Lieferung. Die Beschreibung der Lieferpositionen erfolgt meist mittels Schlüsselbegriffen mit Artikel- und Verpackungsdaten (einschließlich Zusatzpackmittel):
Lieferung
Eine Lieferung ist eine Sendung oder Teil einer Sendung, gebildet durch einen oder mehrere Artikel aufgrund von Bestellungen des Empfängers (= Inhalt des Lieferscheins)
Lieferzeit
Die Lieferzeit bezeichnet die Zeit zwischen Auftragserteilung und Verfügbarkeit der Waren beim Kunden.
Lieferzuverlässigkeit
Die Lieferzuverlässigkeit beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der die zugesagte Lieferzeit eingehalten wird (auch Liefertreue, Termintreue).
Logistik
Der Logistikbegriff wird durch eine Vielzahl von Definitionen beschrieben. Nachfolgend zwei ausgewählte Logistikdefinitionen:
- 1. Logistik ist die integrierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle von Lagerungs- und Transportvorgängen innerhalb und zwischen Unternehmen, vom Unternehmen zu Kunden sowie der Entsorgungswege,
- 2. Logistik ist die Gesamtheit aller Aktivitäten zur Organisation, Planung, Überwachung und Ausführung des Güter- und Informationsflusses entlang der Logistikkette. Es wird in diesem Zusammenhang unterschieden zwischen Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik und Entsorgungslogistik
Logistik-Controlling
Logistik-Controlling ist ein Instrument, welches durch zielgerichtete Informationserfassung, -analyse und -bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen der Unterstützung des logistischen Entscheidungs- und Steuerungsprozesse dient. Das Logistik-Controlling ist aufgrund seines bereichs- und funktionsübergreifenden Charakters dem Unternehmenscontrolling und dem Logistikführungssystem zuzuordnen.
Luftfrachtbrief
Der Luftfrachtbrief ist ein Vertragsdokument für Luftfrachtbeförderungen (-> Frachtbrief).
Manifest
Ladungsverzeichnis aller auf einem Transportmittel beförderten Sendungen.
Mehrweg-Transportverpackung (MTV)
Verpackung, die zum mehrmaligen Gebrauch bei Transporten eingesetzt wird.
Milk Run
Auf einer definierten Tour werden Verladestellen vom Spediteur angefahren. Hierbei wird eine festgelegte Strecke mit vorgegebenen Abholzeiten sowie Mengen eingehalten. Die gesammelten Güter werden ohne Umschlag direkt zum Empfänger befördert.
Multimodaler Transport
Multimodaler Transport liegt dann vor, wenn nachfolgende Bedingungen erfüllt sind:
- 1. Verschiedenartige Beförderungsmittel
- 2. Unterschiedliche Vertragsordnungen
- 3. Durchgehender, einheitlicher Beförderungsvertrag über die Gesamtstrecke
Multiple Sourcing
Multiple Sourcing bezeichnet alle Beschaffungsvorgänge, bei denen die Beschaffung eines Artikels auf mehrere Lieferanten verteilt wird. Ziel hierbei ist die Risikostreuung zur Sicherung der Versorgung.
Nachlauf
Nachlauf nennt man den Transport vom Empfangsspediteur zum Empfänger.
Nur-Klasse
Stoffe und Gegenstände der Gefahrgutklassen 1 und 7 dürfen nur dann befördert werden, wenn sie namentlich im ADR/GGVSE aufgeführt sind.
NVE-Code
Nummer der Versandeinheit:
Barcode zur Kennzeichnung der Versandeinhei
Outsourcing
Der Begriff Outsourcing ist eine Wortschöpfung aus "outside" und "resourcing" und bezeichnet generell den Fremdbezug von Dienstleistungen. Das Spektrum reicht vom externen Bezug von Einzelleistungen bis hin zur Übertragung der gesamten Prozess-Verantwortung. Outsourcing gilt als eine Entscheidungsalternative im Rahmen von "Make-or-Buy"-Entscheidungen.
Packmittel
Mehrwegverpackungen mit einer spezifischen Bezeichnung des Typs.
Packstück
Als Packstücke bezeichnet man die physischen Handhabungseinheiten im Logistikprozess. Mehrere Packstücke können zu einem Packstück zusammengefasst werden (z.B. einzeln verpacktes Konsumgut-Packstück zu einer 10er-Liefereinheit).
Palette
Eine Palette ist ein Lademittel, stapelbar, im Einweg- oder Mehrwertsystem zur Zusammenfassung von Gütern zu einer Ladeeinheit.
Palettenarten
Man unterscheidet Paletten nach dem Material (Holzpalette, Stahlpalette) sowie nach Größe und Bauart mit oder ohne Seitenaufbau (Flachpaletten/Boxpaletten).
Pick-by-Light-Verfahren
Pick-by-Light ist ein belegloses Kommissionierverfahren unter Zuhilfenahme optischer Anzeigen.
Projektmanagement
Projektmanagement ist ein Führungskonzept, welches auf die Lösung temporärer, interdisziplinärer Aufgaben ausgerichtet ist, die einen hohen Grad an Neuartigkeit und Komplexität aufweisen.
Reeder
Eine Reederei ist ein Schifffahrtsunternehmen, das die organisatorische Durchführung von Seetransporten mit eigenem oder fremden Frachtraum übernimmt.
Reichweite
eines Lagerbestandes (Monate) = Durchschnittlicher Lagerbestand / Lagerabsatz eines Monats.
Rollkarte
Eine Rollkarte ist eine Liste über die im Nachlauftransport vom Lkw-Fahrer anzufahrenden Entladestellen/Empfänger.
Sammelgut
Als Sammelgut bezeichnet man Gütermengen, die bei mehreren Verladern abgeholt werden (vgl. Sammelladung)
Sammelgutverkehr
Sammelgutverkehr impliziert die Zusammenfassung von Einzelsendungen (Stückgütern) zu Sammelladungen sowie die Verteilung der Einzelsendungen an die Empfänger.
Sammelladung
Als Sammelladung bezeichnet man Gütermengen, die bei mehreren Verladern abgeholt werden (auch Sammelgut).
Sammeltransport
Sammeltransport ist ein Synonym für die Bezeichnung Sammelgutverkehr.
Schutzausrüstung (ADR/GGVSE)
Die persönliche Schutzausrüstung bei Gefahrguttransporten ist im jeweiligen, für den Stoff vorgeschriebenen Unfallmerkblatt aufgeführt. Beispiele: Geeigneter Atemschutz, Dichtschließende Schutzbrille, Handschuhe, Augenspülflasche, etc.)
Sendung
Eine Sendung ist die an einem Zeitpunkt von einem Verlader an einem Empfänger aufgegebene Gütermenge.
Single Sourcing
Als Single Sourcing bezeichnet man im Rahmen der Beschaffung die Versorgung mit einem Beschaffungsobjekt aus nur einer Bezugsquelle.
SLVS
Speditions-, Logistik- und Lagerversicherungsschein (SLVS).
Der SLVS bezieht sich auf alle Verkehrsverträge des Spediteurs und stellt eine Kombination aus Haftungsversicherung für den Spediteur und Schadenversicherung für den Auftraggeber dar.
Spediteur
Spediteure sind Kaufleute des Verkehrs. Sie verkaufen ihrem Auftraggeber (Versender oder Empfänger) eine Dienstleistung, welche die Organisation von Güterversendungen zum Gegenstand hat. Dies beinhaltet die Organisation von Transporten und logistischen Dienstleistungen.
Speditionsauftrag
Der Speditionsauftrag dokumentiert den Inhalt und die Abwicklung des Speditionsvertrages, der sich auf eine Sendung bezieht.
Speditionsvertrag
Der Speditionsvertrag regelt die Organisation von Gütertransporten. Hierzu gehört die Wahl der Frachtführer, Verfrachter und der Zwischenspediteure sowie die Erbringung von Nebenleistungen.
Stauplan
Mit Hilfe des Stauplans wird festgelegt, wie und wo die Güter in der Transporteinheit zu stauen sind.
Stoffname
Der Stoffname bezeichnet das Gefahrgut mit seinem Namen (umgangssprachlich oder chemische Fachbezeichnung).
Stückgut
Als Stückgut bezeichnet man Güter, die nach Menge, Rauminhalt und Gewicht von kleinerem Umfang sind, stückweise befördert werden und mit den üblichen Fördermitteln (z.B. Gabelstaplern, Hubwägen) bewegt werden können.
Supply Chain Management
Als Supply Chain Management definiert man die Ziele und die daraus abgeleiteten Aktivitäten zur Sicherung und Verbesserung von Güter-, Informations- sowie Werteflüssen zwischen und innerhalb von Unternehmen.
Transport
Transport ist die Beförderung von Gütern. Die Bezeichnung Transport wird auch als Überbegriff verwendet z.B. für Direkt-, Vorlauf-, Hauptlauf- und Nachlauftransport.
Transportbeleg
Transportbeleg ist ein Sammelbegriff für alle Dokumente, die für die Abwicklung eines Transportes erforderlich sind (z.B. Frachtbrief, Lieferschein, etc.)
Transporteinheit
Transporteinheiten sind für den Transport eingesetzte Einheiten wie z.B. Container, Wechselbrücken, Waggons oder Auflieger, die es erlauben, den Transport ohne Umladung der Güter durchzuführen.
Transportkette
Als Transportkette bezeichnet man die Organisation und Durchführung von mehreren verknüpften Transportaktivitäten mit Hilfe von Informations- und Steuerungssystemen.
Transportlabel
Ein Transportlabel ist ein an der Ladeeinheit/am Packstück befestigtes Etikett zur Identifizierung der Packstücke.
Transportunternehmer
Transportunternehmer ist ein anderes Wort für Frachtführer.
Transportverpackung
Transportverpackungen sind Verpackungsarten, deren Beschaffenheit von den Transportanforderungen bestimmt sind (z.B. Stretchen auf Palette, spezielle Transportgestelle, etc.).
Umschlag
Umschlag ist das Umladen von Gütern auf ein anderes Transportmittel
Umschlagshäufigkeit (Drehzahl) Umschlagshäufigkeit (Drehzahl) = Lagerabsatz einer Periode (Stück bzw. Wert) / Durchschnittlicher Lagerbestand (Stck. bzw. Wert)
Umverpackung
Begriff Umverpackung kennzeichnet die äußere Verpackung eines Gutes.
Unfallmerkblatt
Unfallmerkblätter sind i.d.R. bei Gefahrguttransporten mitzuführen. Sie geben Auskunft über die Stoffbezeichnung, die Eigenschaften des Ladegutes, Gefahren, die von einem Ladegut ausgehen, die erforderliche Schutzausrüstung, Notmaßnahmen, die im Ernstfall einzuleiten sind, Maßnahmen bei Leck und Feuer, sowie Maßnahmen zur ersten Hilfe.
Es gibt drei Arten von Unfallmerkblättern:
- 1. Stoffbezogene Unfallmerkblätter (sie beziehen sich auf einen konkreten Gefahrstoff, z.B. Benzin)
- 2. Gruppenunfallmerkblatt (für Stoffe mit ähnlichen chemischen Eigenschaften)
- 3. Sammelladungsunfallmerkblatt (beschreibt Stoffe der verschiedenen Klassen mit den jeweiligen Notmaßnahmen)
UN-Nummer
Die UN-Nummern sind ein Nummerierungssystem der Vereinten Nationen (UN) für Gefahrgut und Gefahrstoffe.
Unterspediteur
Ein Unterspediteur ist ein vom Hauptspediteur zur Durchführung eines Speditionsauftrages beauftragter weiterer Spediteur.
Verbauort
Der Verbauort ist die Verbrauchsstelle eines Gutes.
Verbrauchsstelle
Die Verbrauchsstelle definiert den Ort, an dem das Material für die Fertigung bereitgestellt wird.
Verkaufsverpackung
Die Verkaufsverpackung bezeichnet die Verbraucherverpackung, deren Gestaltung u.a. von Marketinganforderungen bezüglich Design und Funktion bestimmt wird.
Verkehr
Der Begriff Verkehr impliziert eine Ortsveränderung von Personen, Gütern und Fahrzeugen.
Verkehrsmittel
Ein Verkehrsmittel ist eine technische Einrichtung zur Beförderung von Personen und zum Transport von Gütern (Schiff, Flugzeug, Lkw, Eisenbahn).
Verlader
Der Verlader übergibt die Güter an den Frachtführer.
Verladestelle
Die Verladestelle bezeichnet den Ort, von dem die Güter gemäß Speditionsauftrag abzuholen sind (z.B. Rampe, Tor).
Verladung
Die Übergabe der Güter an den Frachtführer (vgl. Abholung) wird Verladung genannt.
Verpackung
Die Verpackung ist eine physische Umhüllung von Gütern zur Abgrenzung der Warenmenge bzw. zur Sicherung und Präsentation der Ware.
Verpackungseinheit
Die Verpackungseinheit ist die Gütermenge, welche durch die gewählte Verpackung zu einer Einheit zusammengefasst wird.
Versandeinheit
Die Versandeinheit stellt die kleinste Einheit von Gütern, die mit anderen nicht fest verbunden sind, dar (z.B. Kisten, Paletten, Container)
Versandspediteur
Der Versandspediteur fasst Einzelsendungen von mehreren Versendern zu einer Sammelsendung zusammen, welche von einem Empfangsspediteur den Empfängern zugestellt wird.
Versender
Der Versender ist der Auftraggeber des Spediteurs.
Vorlauf
Der Begriff Vorlauf bezeichnet den Transport von Sendungen eines oder mehrerer Verlader zum Umschlagplatz des Spediteurs.
Warenanhänger
Transportlabel werden auch Warenanhänger genannt.
Zusammenladen (ADR, GGVSE)
Versandstücke mit verschiedenen gefährlichen Gütern werden auf der Ladefläche eines Fahrzeugs bzw. Containers zusammengefügt.
Zusammenladeverbote (ADR, GGVSE)
Gefährliche Güter unterschiedlicher Gefahrgutklassen dürfen zum Teil nicht zusammengeladen werden. Dies gilt hauptsächlich für die Klasse 1 und die Klasse 5.2. Detailregelungen gemäß ADR/GGVSE.
Zusammenpacken (ADR, GGVSE)
Ein Zusammenpacken im Sinne der Gefahrgutvorschriften liegt dann vor, wenn verschiedene gefährliche Güter zu einem Versandstück zusammengefügt werden.
Zwischenspediteur
Zwischenspediteure werden von Haupt- oder Gebietsspediteuren mit Teilaufgaben des Verkehrsauftrages beauftragt.